Eindrücke von der EUDEC 2008

Gestern ist die EUDEC 2008, die Konferenz zum Thema Demokratische Schulen, in Leipzig zu Ende gegangen. Und neben mir, waren als Israel-Exkusionsorganisatoren, auch Ines Boban und Andreas Hinz anwesend.

An dieser Stelle kann ich natürlich nur von meinen Eindrücken berichten. Ich habe am letzten Donnerstag ganztägig und Freitag leider nur am ersten Block teilgenommen und ärgere mich im Nachhinein, dass ich nicht länger bei dieser Versammlung war. In sehr lockerer Atmosphäre traf man interessante und gut gelaunte Menschen und konnte seinen Horizont in Diskussionen, Vorträgen und Workshops erweitern.

Das öffentliche Programm am Donnerstag startete mit einigen Reden und einer Diskussionsrunde, in der Schüler von demokratischen Schulen sich den Fragen des Publikums zu stellen hatten. Besonders viele Neuigkeiten gab es dabei nicht, aber interessant war es allemal.

 

EUDEC Schülerdiskussion

EUDEC Schülerdiskussion

 

Die Schüler auf dem Foto sind von links nach rechts von folgenden Schulen: Kapriole Freiburg, Demokratische Schule in Dänemark, Sands (Großbritannien) und Freie Schule Leipzig.

Im Anschluss an diese Veranstaltung besuchte ich den Vortrag von Eyal Ram aus Israel mit dem Titel „Von Demokratischer Bildung zu Democratic Eduaction City und Lehrerausbildung – Israelische Erfahrungen“. In einfachem Englisch schilderte Eyal, der in Israel beim IDE (Institute for Democratic Education) arbeitet, die Demokratisierung israelischer Schulen, aber auch ganzer Dörfer und Gemeinden. Dieser Vortrag war auch gerade in Vorbereitung der Exkursion nächstes Jahr, sehr interessant.

 

Eyal Ram

Eyal Ram

Das prägendste Ereignis dieser Konferenz hatte ich jedoch im Anschluss bei einem Vortrag von Dr. Falko Peschel. In einer einfach gehaltenen Präsentation mit Dia-Projektor und Polylux münzte Peschel den offenen Unterricht, den ich aus meinem Studium kenne, zum materialorientierten Unterricht um und zeigte Wege zum wirklich offenen Unterricht auf. Da dieser Vortrag mein bisheriges pädagogisches Wissen in Frage stellte, habe ich seitdem eine kleine Krise. ;)

Das letzte Ereignis dieses Abends stellte die Podiumsdiskussion mit Lehrern von demokratischen Schulen dar. Dabei waren nicht alle Fragen gut und nicht alle Antworten klar, so dass diese Veranstaltung leider qualitätsmäßig nicht mit den beiden vorhergehenden mithalten konnte.

 

Die Lehrerdiskussion

Die Lehrerdiskussion

Die Lehrer von links nach rechts: Leonhard Turton (Summerhill School, England), Martin Roberts (Sands School, England), Rikke Knudsen (Sudbury-Schule, Dänemark), Frida (Kapriole, Freiburg) und Henrik Ebenbeck (Freie Schule Leipzig).

Am Abend besuchte ich schließlich noch eine Vorstellung des neuen Filmes „Summerhill“, der von BBC4 und CBBC produziert wurde und mit Darstellern aus Summerhill eine spanndene Geschichte in Doku und Spielfilm vereint. Leider gibt es noch keine lokalisierte Version des Filmes, so dass es recht schwierig war dem nuschelndem Englisch zu folgen.

Am nächsten Morgen schließlich besuchte ich meine letzte Veranstaltung: Ein Workshop zum Thema „Demokratische Praxis in Schulen: auch in staatlichen?“ von Otto Herz. Leider kamen wir in 90Minuten nicht über die Vorstellungsrunde hinüber. Doch man lernte den einen oder anderen interessanten Menschen kennen.

Zusammenfassung:

Alles in allem war der Teil der EUDEC 2008, den ich mitbekommen habe, sehr interessant und macht Lust auf mehr. Ein Dank von hier aus an die Veranstalter, die eine tolle Zusammenkunft organisiert haben. Und gerade in Hinblick auf die Exkursion nächstes Jahr war die Teilnahme sehr wertvoll.

Eine Antwort schreiben