Ein paar Worte zur Finanzierung…

Heute möchte ich ein paar Worte darüber loswerden, wie wir die Exkursion nach Israel finanzieren wollen. Schließlich wird die Reise voraussichtlich alles in allem circa 1000€ pro Person kosten und das ist gerade für notorisch arme Studenten eine große Menge Geld. :)

Bisher konnten wir zumindest für die mitfahrenden Studenten eine Teilfinanzierung durch den DAAD (Deutsche akademische Austauschdienst) erreichen. Dort hat man uns so viel Geld zugesichert, dass wenigstens die mitfahrenden Studenten zu 50% finanziert werden können, was aber am Ende immer noch 500€ pro Person sind. An dieser Stelle ein dickes Dankeschön an den DAAD! ;)

Weiterhin planen wir beim Fachschaftsrat und beim StuRa der Uni Halle Gelder zu beantragen. Da aber Universitäten in Deutschland eigentlich immer pleite zu sein scheinen, kann da nicht auf große Geldmengen gehofft werden.

Wir haben auch in der Vergangenheit bereits bei mehreren Stiftungen angefragt, jedoch bisher nur Unterstützung für die Nachbereitung durch eine Organisation zugesichert bekommen.

Es ist schon schade, wie wenig Unterstützung man durch politische Organisationen heute erhält! Gerade mit dem Fokus auf Ergebnisse, die am Ende der Exkursion entstehen werden, allen zugänglich sind und hoffentlich auch den Horizont des einen oder anderen Menschen beeinflussen können, ist es schon traurig, dass man so alleine dasteht. Aber eventuell liegt das auch an dem Stellenwert von Bildung und Schule in der deutschen Gesellschaft.

Ich denke, dass, wenn wir eine Exkursion mit naturwissenschaftlichem oder gesellschaftlichem Inhalt nach Israel vorhätten, wir wesentlich mehr Unterstützung erhalten würden. Tja…

Falls ein Leser dieses Blogs noch Ideen, Hinweise oder Vorschläge für eine Finanzierung oder Unterstützung der anderen Art hat, würden wir uns über eine E-Mail an robkru@web.de sehr freuen!

Impfschutz

Als ich letzte Woche beim Arzt im Wartezimmer saß, habe ich mir einige Werbeplakate für verschiedene Impfungen angesehen. Sofort kam für mich die Frage auf: Welche Impfungen sind für eine Reise nach Israel wichtig bzw. notwendig?

Ich habe mich mal im Internet schlau gemacht und folgendes herausgefunden:

Das auswärtige Amt gibt doch ein paar wertvolle Informationen preis:

Medizinische Hinweise

Impfschutz

Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene sollten anläßlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden. Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes empfiehlt darüber hinaus bei besonderer Exposition (z.B. aktuellen Ausbrüchen, einfachen Reisebedingungen, Hygienemängeln, Einsätzen, unzureichender medizinischer Versorgung, besonderen beruflichen/sozialen Kontakten) eine Impfung gegen Hepatitis A und B.

Lassen Sie sich hierbei von einem Reise-/Tropenmediziner beraten.

Vogelgrippe

Auch in Israel ist die KLASSISCHE GEFLÜGELPEST (hochpathogene Form der AVIÄREN INFLUENZA, VOGELGRIPPE) aufgetreten. Bitte beachten Sie auch die vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz veröffentlichte Information „Hinweise an Reisende zur Vogelgrippe“ unter www.bmelv.de.

Die medizinische Versorgung ist gut. Über die Botschaft in Tel Aviv sind Anschriften deutschsprachiger Vertrauensärzte erhältlich.

 

 

Auf der Internetseite von ‚www.fit-for-travel.de’ wurde empfohlen, sich gegen Hepatitis A und B zu impfen. Außerdem muss man natürlich überprüfen, in wie fern die allgemein üblichen Impfungen wie Tetanus, Diphterie etc. aktuell sind, oder ob man Impfungen auffrischen sollte.

Neben den Impfempfehlungen ist auf der Internetseite auch eine ganz gute Übersicht über mögliche Gesundheitsrisiken in Israel zu finden. Hier der Link dazu:

 

www.fit-for-travel.de/reisemedizin/reiseziele/reiseziel.jsp?reiseziel_id=102

So, und um nun alles noch einmal in Frage zu stellen, folgendes Zitat von dieser Internetseite (www.goisrael.de):

 

Israel gilt in puncto Hygiene als vorbildlich. Impfungen sind nicht erforderlich. Vor der Abreise sollten Sie eine Auslandskrankenversicherung abschließen.

 

Ich weiß nicht, wie seriös und aktuell diese Angaben sind. Meiner Meinung nach, sollte man sich doch auf jeden Fall gegen Hepatitis A und B impfen lassen. Hier zwei Übersichtskarten dazu:

Hepatitis A

Hepatitis B

Hepatitis B

Quelle: www.impfen.de

Auch eine FSME-Schutzimpfung kann man in Betracht ziehen. Selbst in Deutschland gibt es Risikogebiete (grenzt fast an Sachsen-Anhalt an) und laut meiner Ärztin ist auch Israel ein Risikogebiet.

FSME - Deutschland

FSME - Deutschland

Quelle: www.zeckeninfo.de

 

Am besten ist natürlich immer noch, sich vom Hausarzt seines Vertrauens beraten zu lassen.

Flugpreise: fast 50% Unterschied

Ich habe nun die ersten zwei Antworten auf meine Flugpreisanfrage und muss feststellen, dass sich an dieser Stelle vergleichen wirklich lohnt.

 

ELAL

ELAL, die israelische Airline, hat mir folgendes Angebot unterbreitet:

01.02.-12.02.2009, Berlin (Schönefeld) -  Tel Aviv: 612€ ohne Reiserücktrittsversicherung.

STA

STA Travel konnte mir ein Angebot von TuiFly mit den folgenden Konditionen unterbreiten:

30.01.-13.02.2009, Berlin (Tegel) - Tel Aviv: 357€ inklusive Flugstornokosten-Versicherung.

Wow! Was für ein Unterschied! Leider ist das STA Travel Angebot nur bis 12.08.08 gültig, womit wir es leider vorerst verfallen lassen müssen. :( Nun warte ich weiter auf zwei weitere Antworten.

Danke für den Tipp liebes Auswärtiges Amt…

Auf meine Anfrage beim auswärtigen Amt, ob sie noch Informationen oder Hinweise bezüglich einer Gruppenreise nach Israel hätten, bekam ich folgende Antwort:

Über die auf der Website des Auswärtigen Amtes verfügbaren und in seinen Publikationen veröffentlichten Informationen hinaus kann Ihnen der Bürgerservice leider kein weiteres Material zu dem Sie interessierenden Thema zur Verfügung stellen.

Na gut. Aber der nachfolgende Tipp ist natürlich super:

Ich rege an, Sie bedienen sich zusätzlich einer Suchmaschine im Internet und sichten Literatur zum Thema in einer gut sortierten Bibliothek. 

Danke, liebes auswärtiges Amt, das ist ja wirklich mal ne tolle Idee….. :) :)

Visum?

Braucht man für Israel eigentlich ein Visum?

Die Antwort lautet “Nein”! Das auswärtige Amt sagt dazu auf seiner Homepage:

Deutsche Staatsangehörige, die nach dem 01.01.1928 geboren sind, benötigen bis zu einem Aufenthalt von drei Monaten kein Visum.

Sollten im Reisepass Visa arabischer Staaten vorhanden sein, so ist in der Regel vor der Einreise mit einer sehr strengen und längeren Sicherheitsbefragung durch israelische Sicherheitskräfte zu rechnen (Ausnahme: Jordanien und Ägypten). Gegebenenfalls empfiehlt sich eine entsprechende Nachfrage bei der israelischen Botschaft in Berlin.

Und weiterhin heißt es:

Für Besuchsreisen nach Israel ist ein Reisepass erforderlich, der mindestens noch 6 Monate gültig ist. Staatenlose Personen müssen im Besitz eines gültigen Fremdenpasses oder Reiseausweises sein, der für ein Jahr gültig ist (anstelle eines Reisepasses).

Quelle: http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/Israel/Sicherheitshinweise.html

 

Vielen Dank an meine Mama für den guten Tipp ;)

Fluganfrage

Soeben habe ich Angebotsanfragen an diverse Reisebüros und Fluglinien losgeschickt, was uns ein Flug mit folgenden Konditionen kosten würde:

 

Abflug: 31.01.2009 (+/- höchstens ein Tag)
Rückflug: 13.02.2009 (+/- höchstens ein Tag)
Abflugort: was am preiswertesten ist (Nähe Halle/Saale wäre gut)
Ankunftsort: Tel Aviv
Teilnehmer: höchstens 15Studenten + 15 Nichtstudenten
Inklusivleistungen: Reiserücktrittsversicherung
Na mal sehen…. Ergebnisse demnächst hier!

Eindrücke von der EUDEC 2008

Gestern ist die EUDEC 2008, die Konferenz zum Thema Demokratische Schulen, in Leipzig zu Ende gegangen. Und neben mir, waren als Israel-Exkusionsorganisatoren, auch Ines Boban und Andreas Hinz anwesend.

An dieser Stelle kann ich natürlich nur von meinen Eindrücken berichten. Ich habe am letzten Donnerstag ganztägig und Freitag leider nur am ersten Block teilgenommen und ärgere mich im Nachhinein, dass ich nicht länger bei dieser Versammlung war. In sehr lockerer Atmosphäre traf man interessante und gut gelaunte Menschen und konnte seinen Horizont in Diskussionen, Vorträgen und Workshops erweitern.

Das öffentliche Programm am Donnerstag startete mit einigen Reden und einer Diskussionsrunde, in der Schüler von demokratischen Schulen sich den Fragen des Publikums zu stellen hatten. Besonders viele Neuigkeiten gab es dabei nicht, aber interessant war es allemal.

 

EUDEC Schülerdiskussion

EUDEC Schülerdiskussion

 

Die Schüler auf dem Foto sind von links nach rechts von folgenden Schulen: Kapriole Freiburg, Demokratische Schule in Dänemark, Sands (Großbritannien) und Freie Schule Leipzig.

Im Anschluss an diese Veranstaltung besuchte ich den Vortrag von Eyal Ram aus Israel mit dem Titel “Von Demokratischer Bildung zu Democratic Eduaction City und Lehrerausbildung - Israelische Erfahrungen”. In einfachem Englisch schilderte Eyal, der in Israel beim IDE (Institute for Democratic Education) arbeitet, die Demokratisierung israelischer Schulen, aber auch ganzer Dörfer und Gemeinden. Dieser Vortrag war auch gerade in Vorbereitung der Exkursion nächstes Jahr, sehr interessant.

 

Eyal Ram

Eyal Ram

Das prägendste Ereignis dieser Konferenz hatte ich jedoch im Anschluss bei einem Vortrag von Dr. Falko Peschel. In einer einfach gehaltenen Präsentation mit Dia-Projektor und Polylux münzte Peschel den offenen Unterricht, den ich aus meinem Studium kenne, zum materialorientierten Unterricht um und zeigte Wege zum wirklich offenen Unterricht auf. Da dieser Vortrag mein bisheriges pädagogisches Wissen in Frage stellte, habe ich seitdem eine kleine Krise. ;)

Das letzte Ereignis dieses Abends stellte die Podiumsdiskussion mit Lehrern von demokratischen Schulen dar. Dabei waren nicht alle Fragen gut und nicht alle Antworten klar, so dass diese Veranstaltung leider qualitätsmäßig nicht mit den beiden vorhergehenden mithalten konnte.

 

Die Lehrerdiskussion

Die Lehrerdiskussion

Die Lehrer von links nach rechts: Leonhard Turton (Summerhill School, England), Martin Roberts (Sands School, England), Rikke Knudsen (Sudbury-Schule, Dänemark), Frida (Kapriole, Freiburg) und Henrik Ebenbeck (Freie Schule Leipzig).

Am Abend besuchte ich schließlich noch eine Vorstellung des neuen Filmes “Summerhill”, der von BBC4 und CBBC produziert wurde und mit Darstellern aus Summerhill eine spanndene Geschichte in Doku und Spielfilm vereint. Leider gibt es noch keine lokalisierte Version des Filmes, so dass es recht schwierig war dem nuschelndem Englisch zu folgen.

Am nächsten Morgen schließlich besuchte ich meine letzte Veranstaltung: Ein Workshop zum Thema “Demokratische Praxis in Schulen: auch in staatlichen?” von Otto Herz. Leider kamen wir in 90Minuten nicht über die Vorstellungsrunde hinüber. Doch man lernte den einen oder anderen interessanten Menschen kennen.

Zusammenfassung:

Alles in allem war der Teil der EUDEC 2008, den ich mitbekommen habe, sehr interessant und macht Lust auf mehr. Ein Dank von hier aus an die Veranstalter, die eine tolle Zusammenkunft organisiert haben. Und gerade in Hinblick auf die Exkursion nächstes Jahr war die Teilnahme sehr wertvoll.

Nachträgliche Eröffnung

Es ist vielleicht etwas merkwürdig diese Seite erst nach dem ersten Beitrag offiziell zur eröffnen, aber nach vielen Spielereien und einigen Tests habe ich mich nun für ein endgültiges Layout entschieden und erkläre diese Seite daher offiziell als eröffnet.

P.S.: Momentan bin ich noch dabei die Bildrechte für das Foto im Seitenkopf zu klären. Es zeigt übrigens den Strand von Tel Aviv.

Vorgeschichte

Alles begann im Frühjahr 2007. Ines Boban, ihres Zeichens visionäre Hochschulmitarbeiterin, entwickelte die Idee demokratische Schulen zu besuchen und zu erforschen. Schnell hatte sie Lebensgefährte Andreas Hinz und die ersten Studenten für ihre Idee begeistert.
Und schnell hatte man erste Pläne geschmiedet und traf sich in regelmäßigen Abständen in Andreas Büro.

Im Büro von Ines

Erste Recherche im Büro von Ines.

 

Im Büro von Ines

Immer noch im Büro von Ines

Mit Judith, Yoli, Leonie und mir im Team wurden Kontakte nach Israel geknüpft und ein erstes Programm entworfen. Im Wintersemester 2007/08 gab es dann sogar ein begleitendes Seminar zum Thema “Demokratische Schulen”, welches die theoretische Grundlage für die Exkursion im März 2008 bilden sollte. Das große Problem, wie das so oft ist: Geld! Und das gab es schließlich nicht vom DAAD und damit auch erst einmal keine Fahrt.

Die große Depression machte sich breit. Erste Studenten mussten aus Zeitmangel abspringen, aber man gab schließlich nicht auf und stellte im Frühjahr 2008 einen neuen Antrag. Und siehe da: Im Juni 2008 kam die Zusage: wir bekommen Geld.

Und nun beginnt die anstrengende Vorbereitung, welche schließlich im Februar 2009 in einer zweiwöchigen Exkursion gipfeln soll (und wird :)…